Das Geheimnis der Inselküche: Safran & Co.

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Warum ist Paella gelb? Warum kommen Rosinen in den Spinat? Die Inselküche schaut auf eine lange Geschichte zurück. 

Kulinarisch beginnt sie um 123 mit den römischen Besatzern, die Mallorca Wein und Oliven brachten. Städte wie Alcudia und Palma entstanden, der Hafen von Sóller wurde errichtet. 

Im Jahr 902 fiel die Insel in die Hände der Araber und eine weitere Blütezeit begann. Den Mauren (Araber aus Nordafrika) ist der Ausbau der Bewässerungsanlagen und der Terrassenanbau zu verdanken. Es wurden Mandel-, Aprikosen- und Apfelsinenbäume auf die Insel gebracht. Prachtvolle Gebäude und eine Stadtarchitektur entstanden, wie man sie noch jetzt in Palma findet. Der Emir residierte im Almudaina-Palast, es dampfte aus arabischen Bädern und an der Stelle der heutigen Kathedrale stand die Moschee. In dieser Zeit entstand die schmackhafte Symbiose der einfachen Inselküche mit orientalischen Einflüssen, wie sie bis heute erhalten blieb: Safran gibt der Paella die gelbe Farbe, Rosinen gehören zum Gemüse ebenso wie Koriander und der Mandelkuchen „Gató Mal- lorquin“ verwöhnt Leckermäuler. 

Als im Jahr 1229 die Spanier Mallorca eroberten, kam zwar die christliche Religion zu- rück, doch viele lieb gewonnenen Einflüsse der Mauren und Römer blieben den Einwohnern. Die Küchentöpfe füllen noch heute Spinat mit Rosinen und Knoblauch, Safran verleiht Süßigkeiten und der geliebten Paella ihre Farbe und Wein sowie Olivenöl wurde sogar soweit optimiert, dass sie internationale Preise abräumen. 

Bon Profit – Willkommen im kulinarischen Paradies.